6. Vereinsmeisterschaft der Bogenschützen des VfB Germania Halberstadt mit Teilnehmern unserer Selbsthilfegruppe

 

Nach intensiver Vorbereitung und Planung fand am 16.09.2017 zum Abschluss der diesjährigen Freiluftsaison unsere 6. Vereinsmeisterschaft auf dem Sportplatz des Burchardie Angers statt. 15 Schützen hatten Ihre Teilnahme erklärt und sind pünktlich zum Aufbau und Vorbereitung erschienen. Um 9:30 Uhr konnte mit dem Einschießen begonnen werden. Geschossen wurde nach den Regeln des Deutschen-Bogensport-Verbandes 1959 e.V.

 

Um einen Vergleich in der Auswertung der Bogenarten untereinander zu ermöglichen werden die Ergebnisse jeweils mit den Ergebnissen der Deutschen Meister verglichen und über ein Umrechnungsverfahren miteinander ins Verhältnis gesetzt. Somit ist es möglich bei unserer Vereinsmeisterschaft die Vergabe unserer Wanderpokale der Schützen aller Bogenarten miteinander zu vergleichen und jeweils die besten Kinder, Damen und Herren zu ermitteln.

 

Am Start waren 4 Kinder mit Blankbogen in den Altersklassen U10, U12 und U14.Bei den Damen gab es leider nur eine Starterin mit Recurvebogen und bei den Herren waren 10 Schützen mit Lang-, Jagd-, Blank-, Recurve- und Compoundbogen am Start.Die Kinder U10 haben 2 x 36 Pfeile auf 20 m und alle anderen Starter haben einmal 36 Pfeile auf 30m und einmal auf 20m geschossen. Die Auflagengröße variiert noch Bogen- und Altersklasse, Die „10“ als höchste Ringzahl hat eine Größe von 4 bis 12 cm.

 

Pünktlich um 10 Uhr haben sich alle Schützen, unter ihnen auch zwei Mitglieder unserer Selbsthilfegruppe, an der Schießlinie aufgestellt, und der Wettkampf konnte beginnen. Die erste Runde ging auf 30m und nachdem die meisten der ersten 36 Pfeile insZiel gebracht wurden, und die anderen gemeinsam im Gras gesucht wurden, gab es einen kurzen Umbau auf die neue Distanz.Anschließend trafen sich alle zum leckeren Essen um sich für die nächste Runde zu stärken.Die Schützen hatten neue Energie gesammelt und es begann die 2. Runde auf 20m. Auch hier hat jeder Schütze versucht wieder seine 36 Pfeile ins Ziel bringen. Um 14 Uhr war auch dies geschafft, es wurde gleich alles abgebaut und Bodo und Bianca haben mit der Auswertung begonnen.

 

Wie jedes Jahr gab es anschließen noch ein Zielschießen auf kleine Luftballons die mit Preisen bestückt waren und unsere jüngster Schütze hat sich alle 3 Preise gesichert.Während der Auswertung und dem Zielschießen gab es noch ein gemütliches Beisammensein bei Kaffee und Kuchen oder einem kleinen Bier.Nachdem alle Einzelsieger und die Wanderpokalsieger ermittelt waren, wurden diese noch bei der Siegerehrung mit Urkunden und den Pokalen geehrt. Unsere beiden Starter Uwe Schneider und Wilfrid Wöhler waren mit ihren Leistungen zufrieden, die Wanderpokale gingen bei den Kindern an Wilhelm Gustav Buschhüter, bei den Frauen an Bianca Kalms und bei den Herren an Birk Andreas Losert.

 

Bei schönem Spätsommerwetter hat unsere 6. Vereinsmeisterschaft nach 16 Uhr ein schönes Ende gefunden.

 

 

Deutsche Meisterschaften Bogen Halle am 04.03.2017 in Soest vom Deutschen Behindertensportverband (DBS) e.V.

 

Der Deutsche Behindertensportverein e. V National Paralympic Commitee Germany hat zur Deutschen Meisterschaft Halle im Bogenschiessen geladen.

 

Auch zu dieser DM sind Christiane Ahrendt und Uwe Schneider vom VfB Germania Halberstadt Abt. Bogenschiessen angetreten. Da beide Sportler bereits in ihren Behindertenklassen eingestuft sind konnten sie am Samstag an den Start gehen.Der CfB Soest hat im Conrad von Soest Gymnasium in der Sporthalle 25 Schießbahnen errichtet. Erstmals gingen in diesem Jahr auch die Nichtsehenden mit an den Start. Der Verein hatte sich wieder viel Mühe gegeben und ein angenehmes Ambiente des Umfeldes gesorgt. An den Start gingen 156 Bogenschützen aus Deutschland im Alter von 15 bis 80 Jahren in den verschiedenen Behindertenklassen mit Recurve-, Compound-, Lang-, Blank- und Jagdbögen. Unter ihnen waren die Teilnehmer der Paralympics von Rio, und 8 Schützen aus Mitteldeutschland. Davon 5 aus Thüringen. Einer aus Sachsen und unsere beiden Starter aus Sachsen Anhalt.Am Vormittag standen 85 und am Nachmittag 71 Schützen, unter ihnen 2 nichtsehenden, an der Schießlinie. Geschossen wurden 2 mal 30 Pfeile auf eine Entfernung von 18m.

Somit ging am Samstagvormittag Christiane Ahrendt mit dem Recurvebogen und am Nachmittag Uwe Schneider mit dem Compoundbogen an den Start.

Christiane konnte sich in ihrer Klasse von 6 Startern, Damen Altersklasse ARST/W2, die Silbermedaille holen. Uwe blieb leider hinter seinen Erwartungen zurück und beleget Platz 6 von 6 Startern bei den Compound Herren Senioren ARST/ W2

 

 

 

 

Einmal bei den Paralympic als Zuschauer live dabei sein:

 

 

Am 3.September sind wir von Berlin Tegel über Amsterdam nach Brasilien gestartet um einmal live einige Veranstaltungen bei den paralympischen Spielen zu besuchen.

Nach dem wir 3 Tage Zeit hatten um uns auf die Zeitverschiebung einzustellen und auch einige Sehenswürdigkeiten, wie Zuckerhut, Cristostatue, Künstlerviertel mit der berühmten Treppe und das alte Wasserviadukt sowie einige Kirchen, von Rio zu besichtigen. Am 7. September war die Eröffnungsveranstaltung im Maracana Stadion, da diese erst am Abend stadt fand sind wir morgens zu einem Stadtbummel aufgebrochen. Auf dem Weg dorthin sind wir in die Vorbereitung für eine Parade geraten. Sie ist ein Teil der Feiern des Unabhängig- keitstages Brasiliens.

Nach der Anreise zur Eröffnungsveranstaltung mit öffentlichen Verkehrsmitteln war es ein super Gefühl als deutsche Fan`s unter den Gästen im fasst ausverkauften Stadion zu sein. Die nächsten Eintrittskarten für Veranstaltungen hatten wir dann für den Zeitraum vom 15. bis 18. September. Also Zeit um nochmals Land und Leute kennen zu lernen. Am 8. Sept. sind wir also in den Flieger gestiegen und nach Salvador geflogen. Die Stadt von Brasilien mit dem größten Anteil von afroamerikanern, die schwärzeste Stadt genannt, war sie der Sitz des ersten Gouverneurs von Brasilien. Hier haben wir 2 Tage die Stadt und den Strand erkundet. Anschließend sind wir weiter mit dem Flieger nach Belo Horizonte um von dort mit dem Bus nach Ouro Preto gereist. Eine alte Kolonialstadt, die aus dem Reichtum des Goldabbaus hervorgegangen ist, mit sehr steilen Straßen und Gassen sowie schönen Häusern und Kirchen. Am nächsten Tag sind wir in eine Goldmine eingefahren, die auf Grund der niedrigen Goldausbeute zum Museum umgestaltet wurde. Die Einfahrt in die Mine mit einfachem offenem Wagen war schon ein Erlebnis. Am nächsten Morgen hieß es wieder Koffer packen und wir sind mit dem Bus 7 Stunden durch das weite Land zurück nach Rio. Wieder in unserer Ferienwohnung, diese hatten wir für zweimal fünf Tage gemietet, sind wir am nächsten Morgen los und haben uns das neugestaltete Hafengelände mit dem „Museum von Morgen“ angesehen. Am Nachmittag haben wir dann 2 viertelfinalspiele vom Rollstuhlbasketball besucht. Einmal die Frauen, Deutschland gegen Niederlande und anschließend die Männer Kanada gegen die USA. Wir waren als Fan`s bei beiden Spielen hoch motiviert. Die deutschen Frauen gewannen dann im Finale die Silbermedaille. Nach dem Basketballspielen haben wir noch einen Bummel im Olympiapark gemacht und den olympischen Gedanken auf uns einströmen lassen. Für den 16. Und 17. hatten wir Karten für die Finalrunden zum Bogenschießen. Also ging es jeweils nach dem Frühstück ins Sambodromo um den Wettkämpfen zu folgen. Hier schossen dann immer zwei Sportlerinnen bzw. Sportler im KO-System um den Einzug in die nächste Runde bzw. dann um die Medallien.

Bei unsere Frauen ist Jennifer Heß in ihrer Klasse Einzel Recurvebogen, offen, Frauen in der 1. Finalrunde und in der Klasse Einzel Compoundbogen, offene Klasse, im Achtelfinale ausgeschieden.Bei Männer belegten Uwe Herter den 4. Platz bei den Coumpaund / Recurve Schützen und Maik Szarazewski den 5. Platz bei den Recurve Schützen in der jeweiligen Behindertenklasse.

Am 18. haben wir den Tag genutzt um beim Marathon und Radrennen an der Copacabana dabei zu sein und uns dann nochmals ins Maracana Stadion zu begeben um die Abschlussfeier zu erleben.

Nach einer kurzen Nacht ging es dann erneut zum Flughafen, da sind wir über Brasilia nach Ciuaba geflogen. Dort wurden wir von unserem Guide abgeholt und sind ins nördliche Pantanal gefahren. Nach 5 erlebnisreichen Tagen mit vielen Tieren, hunderten Kaimanen und dem Angeln von Piranja`s sowie bemerkenswert großen Mangrobäumen und einem Gummibaum, der im Umfang mit seien Luftwurzeln gerade so in unseren Garten gepasst hätte, ging es erneut zum Flughafen. Über Sao Paulo sind wir dann nach Iguazu zu den Wasserfällen. In Iguazu haben wir uns dann die Wasserfälle von der brasilianischen Seite angesehen. Am Tag darauf ging es zur Besichtigung des Itaipu Staudamms. Er versorgt mit 20 % seiner Leistung Brasilien und die verbleibenden 80 % werden in das Netz von Paraguay eingespeist. Bei der Staudamm- und Stauseebesichtigung haben wir einen kurzen Abstecher nach Paraguay gemacht, um uns am anderen Morgen in den Bus zu setzen und nach Argentinien zu fahren. Beim Grenzübergang gab es dann auch die Stempel in die Reisepässe. Die eine Nacht verbrachten wir im 5 Sterne Sheraton Iguazu Resort mit einem wunderschönen Ausblick auf die Wasserfälle. Die erste Besichtigung unternahmen wir am Nachmittag zu Fuß und am nächsten Morgen ging es ein Stück mit einer Kleinbahn und dann auf gut ausgebauten Wegen an kleineren Wasserfällen vorbei zum großen Wasserfall. Diese Route ist auch für Rollstuhlfahrer möglich. Ebenfalls mit dem Bus ging es am darauffolgenden Tag zurück nach Brasilien um erneut mit dem Flieger nach Rio zu kommen. Die letzte Nacht in Rio stand an und am 27. ging es dann über Paris zurück nach Berlin. Übrigens, alle Busfahrten und Ausflüge haben wir mit öffentlichen Verkehrsmitteln unternommen und gewohnt haben wir in Ferienwohnungen und Pousada`s, also immer ganz dicht am brasilianischen Leben.

 

Heidrun und Uwe Schneider

 

 

 

Anmerkung: Seit 1973 habe ich links eine hohe Oberschenkelamputation. Die erste Versorgung war eine Rohrskelettprothese mit Holzschaft. Es ging dann weiter mit Kunststoffschäften, Einzelanfertigungen von Siliconlainern und Siliconschäften.

Schweiß und damit verrutschen war immer ein Thema. Im Frühjahr 2015 habe ich mich operieren lassen, seitdem bin ich Endo-Exo versorgt. Das vorgenannte Problem ist weg, auch Volumenänderungen des Stumpfes und Reizungen der Haut gibt es nicht mehr.Durch diese Gründe habe ich auch den Mut gefunden die Reise anzutreten.

 

Uwe Schneider

Von unserer Selbsthilfegruppe war Uwe Schneider bei den Deutschen Meister-schaften Bogen Freiluft am 20.08.2016 in Reken, Nordrhein-Westfalen

 

Der Deutsche Behindertensportverein e. V National Paralympic Commitee Germany hat zur Deutschen Meisterschaft WA Freiluft im Bogenschiessen geladen. Der Ausrichter war der SV Benediktushof Maria Veen Reken Abt. Bogensport.

Nach dem sich Uwe Schneider und Christiane Ahrend vom VfB Germania Halberstadt Abt. Bogenschießen nominiert hatten konnten sie bei der DM Bogen Freiluft für das Land Sachsen Anhalt antreten. Auf dem schönen Gelände des Benendiktushofes in Reken hat der örtliche Verein 21 Schießbahnen errichtet und auch für ein angenehmes Ambiente des Umfeldes gesorgt. An den Start gingen 102 Bogenschützen aus Deutschland im Alter von 13 bis 76 Jahren in den verschiedenen Behindertenklassen mit Recurve-, Compound-, und Blankbögen.Gemeinsam mit den Teilnehmern der Paralympic gingen auch unsere beiden Schützen aus Sachsen Anhalt an den Start.

Angetreten sind die Schützen in 2 Runden. Uwe ging in der ersten Runde um 10 Uhr an den Start und Christiane startete dann um 16 Uhr. Den ganzen Tag blieb es trocken und sonnig und es waren für alle Starter gute Bedingungen. Jeder Schütze musste 2 mal 36 Pfeile auf die jeweiligen Entfernungen schießen und dabei wurden 13 neue Rekorde aufgestellt.

Für unseren Compoundschützen mussten 2 Runden auf 50 m Entfernung absolviert werden und am Ende seines Starts bei der DM konnte er seinen Wettkampf mit dem 5. Platz und Christiane mit dem 8. Platz bei den Recurveschützen auf Kurzdistanz beenden.

 

Weitere Bilder unter:

 

http://www.bogensport-reken.de/index.php/bilder/2016/42-bilder-jahre-2016/194-dm-2016-dbs-im-freien

 

http://deutscher-bogensportverlag.de/impressionen-von-der-dm-im-bogenschiessen-des-dbs-2016-in-reken/

 

 

 

Auch zum gemeinsamen Reha - Sport finden sich einige Mitglieder unserer Gruppe 

regelmäßig zusammen.So bietet zum Beispiel der VfB Germania Halberstadt 2 Sportarten für uns an. Dies ist zum einen das Bogenschießen. Dort nehmen derzeit 3  unseren Mitglieder seit mehreren Monaten teil. Dabei kommt es gleichzeitig auf einen festen Stand und ein gutes Gleichgewichtsgefühl an, zumanderen kommt die Bewegung auch nicht zu kurz.                                                   

Die zweite Sportart, die für uns in Frage kommt, ist das Basketballspiel in einem Sportrollstuhl. Diese Sportart wird bereits seit Jahren von unserem Mitglied Uwe Schneider betrieben. Er ist beim VfB Germania auch für Reha – und Behindertensport verantwortlich und hat vor ca. 2 Jahren die Abteilung des Bogenschießens ins Leben gerufen.